„Vom Kohle- zum Wärmebergbau mit know-how aus dem Ruhrgebiet“. So könnte das Motto heißen, unter dem sich die Städte der Metropole Ruhr am 9. August im Bochumer RuhrCongress mit einer besonderen Energieform auseinandersetzen wollen – der Erdwärme. Die CO2-Diskussion der vergangenen Monate hat es noch einmal deutlich gemacht. Wir müssen bei unserer Energieversorgung umsteuern und verstärkt klimaschonende Technologien entwickeln und einsetzen. Dem Ballungsraum Ruhrgebiet kommt dabei alleine aufgrund seiner Größe und seines Energieverbrauchs eine besondere Verantwortung zu.
Eine Option mit erheblichem Zukunftspotenzial ist die Geothermie. Dieser unerschöpfliche und stetige Energiestrom unter unseren Füssen aus dem glühenden Inneren unseres Planeten steht CO2- und kostenfrei zur Verfügung. Länder ohne eigene fossile Energieträger Kohle, Erdöl oder Gas, wie z.B. die Schweiz oder Schweden versorgen sich bereits zu 40% damit. Der Markt hat auch hierzulande die höchsten Zuwachsraten von allen erneuerbaren Energien. Geothermie muss nur mit den geeigneten Technologien erschlossen und nutzbar gemacht werden. Und wenige Regionen der Welt verfügen über eine vergleichbare Tradition bei der Gewinnung von Energie aus der Erde. Der Wirtschaftsraum Ruhr verfügt über das nötige Wissen in Schlüsseltechnologien wie Bohr- und Bergbautechnik, Pumpen- und Anlagenbau, Wärmepumpen- und Kraftwerkstechnik, Grubenwassernutzung sowie in Nah- und Fernwärme.
Bochum - mit dem nordrhein-westfälischen Geothermiezentrum und mehreren Hochschulen Hochburg der Geothermieforschung – hat die Federführung bei der Hebung dieses Potenzials für die Metropole Ruhr übernommen. Am 09.08. treffen sich über 30 Kommunalvertreter aus den Städten der Metropole Ruhr zu dem Workshop, um über eine gemeinsame Vorgehensweise zum Ausbau des für die Wirtschaft der gesamten Region wichtigen Energieträgers diskutieren. Neben Leitprojekten in der Region werden der politische Rahmen, die Aus- und Weiterbildung, die Einbindung der Wirtschaft und ein aktives Marketing im Vordergrund stehen. Moderatoren des Workshops sind Dr. Hanns-Ludwig Brauser, Geschaftsführer der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr GmbH, Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter des nordrhein-westfälischen GeothermieZentrums und Joachim Hantusch von der Stadt Bochum.
GeothermieZentrum Bochum
Christine Toutain
Tel.: 0234 3210-233
Stadt Bochum
Joachim Hantusch
Tel.: 0234 910-1033